Ribwort | beeskin Bienenwachstücher halten Lebensmittel länger frisch, Europäisch und GOTS-zertifiziert

Spitzwegerich

Des einen Freud, des anderen Leid.

Die Enzyklopädie Britannica sagt „Ribwort and hoary plantain (P. lanceolata and P. media,respectively) are troublesome weeds. “ 

https://www.britannica.com/plant/ribwort

Wir wiederum haben aus Samen dieses „Unkraut“ bewusst angepflanzt und freuen uns täglich darüber, dass es so schön gewachsen ist.

Unsere Kinder sind mindestens einmal am Tag am Gemüsebeet, um sich ein Blatt von „Langblatt“, wie sie Plantago Lanceolota gerne nennen, zu pflücken. Sie haben schnell gelernt, dass das frische Blatt und der enthaltene Saft juckreizmildernd auf Insekten- und Brennesselstiche wirkt. Und davon gibt es reichlich, wenn man gerne durch Büsche und Sträucher streift.

Bei kleinen Kratzern und Schürfwunden wirkt Spitzwegerich antiseptisch und blutstillend. Also kein Wunder, dass dieses „Unkraut“ bei Kindern, die durch den Garten toben, hoch im Kurs steht. Es hat keine Nebenwirkungen und ist völlig ungiftig – was will man mehr?

Äusserlich wirkt es wundheilend und ersetzt bei Blasen auf einer Wanderung sogar ganz unkompliziert ein Pflaster.

Da sich die Pflanze gerne auf der ganzen Welt am Wegesrand ansiedelt, wird sie oft auch einfach „plattgetrampelt“ – was sich im lateinischen Namen „Platago“ – planta = Fusssohle wiederspiegelt.

Bereits in der Antike wurde Spitzwegerich bei Magen-Darm Erkrankungen und Schlangenbissen eingesetzt. Schlangenbissen gibt es heutzutage zum Glück weniger. Seit dem 11. Jahrhundert ist das Haupteinsatzgebiet des Spitzwegerichs hauptsächlich als Heilkraut für Erkältungskrankheiten der Bronchien, bei Fieber und bei Hautentzündungen.

Bis auf die Wurzeln können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Besonders zu empfehlen ist Spitzwegerich wie schon erwähnt bei Entzündungen und Insektenstichen da er antientzündlich wirkt und gereizte Haut beruhigt sowie die Immunabwehr stärkt.

So kannst Du Spitzwegerich am besten verwenden:

Als Tee:

Übergieße 2-5 frische oder getrocknete Blätter mit 90°C warmen Wasser und lass diese 10 Minuten ziehen. Eine Untertasse auf der Tasse verhindert, dass die ätherischen Öle verdampfen. Mit ein wenig Honig gesüsst hilft der Tee bei Husten und Asthma, bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum. Trinke am besten 3 Tassen täglich. Auch Gurgeln mit einem etwas stärker konzentriertem Tee ist möglich.

Abgekühlter Tee kann bei unreiner Haut als Gesichtswasserhelfen. Kompressen aus abgekühltem Tee wirken ausserdem wundheilend und antibakteriell.

Als Sirup

Gerade in der nassen, kalten Winterzeit unterstützt Spitzwegerischsirup die Immunabwehr und ist ein hervorragender Entzündungshemmer sowie ein Husten- und Schleimlöser.

Ca. 20 Blätter Spitzwegerich, gewaschen
100g Zucker
1 Liter Wasser
Honig
Zitronensaft

Blätter mit Zucker in 1 Liter Wasser 10 Minuten aufkochen, dabei mit einem Kochlöffel die Blätter im Topf zerdrücken und zerstampfen. Die Flüssigkeit nimmt den Saft der Blätter auf und verwandelt sich in ein Grün-Braun.

Die Flüssigkeit sieden lassen, bis ca 50% der Flüssigkeit verdampft ist. Einen Spritzer Zitronensaft dazu geben und mit etwas Honig abschmecken.

Heilkräuter werden eingesetzt, um Deinen Körper sanft bei der Heilung zu unterstützen und/oder Krankheiten vorzubeugen.
Heilkräuter ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.